Das ist – kurz gesagt – das Thema dieses Artikels. An der Aufmachung unseres Blogs sieht man zwar wohl schon, welcher Meinung wir sind – trotzdem will ich erzählen, wie wir dazu kommen:
Zuerst: Was ist Kunst überhaupt? Ich denke, den Kunstbegriff definiert jeder für sich selbst – trotzdem kann man in etwa sagen, was für die meisten Kunst bedeutet, wenn man sich ansieht, was normalerweise unter „Kunst“ läuft: Musik zum Beispiel (zumindest mal klassische, über den Rest wird eh schon gestritten) oder Literatur (auch hier: Sachbücher – Kunst? Oder die Groschenromane, an der Kassa im Supermarkt?) – meistens werden auch noch Filme zur Kunst gezählt (Sind Dokumentarfilme Kunst? Und was ist mit Hollywoodschinken?), genauso wie Bilder, Statuen und alle möglichen Produkte von bildenden Künstlern (Aha!). Aber so gut wie nie scheinen in einer solchen Liste Videospiele auf.
Wieso eigentlich nicht? – Videospiele können Geschichten erzählen wie Filme, können unterhalten wie tolle Musik, können ästhetische Meisterwerke sein wie große Bilder und können Botschaften überbringen, ganz wie gute Bücher. Es mag sein, dass Videospiele manches davon nicht so gut machen wie ein anderes Medium – etwas jedoch, können nur Videospiele: Spiele lassen uns Situationen erleben – lassen uns die Angst, den Ehrgeiz und die Erleichterung der Hauptperson am eigenen Leib erfahren. Spiele ringen uns moralische Entscheidungen ab, bei denen wir die Zerrissenheit des Helden nicht nur nachempfinden: Diese Zerrissenheit, diese Gefühle, die wir beim Spielen spüren, sind auch unsere.
Ich will damit nicht sagen, dass jedes Spiel es schafft, den Spieler so tief in seine Welt eintauchen zu lassen – wir wollen uns hier in unseren Artikeln aber genau diesen Spielen zuwenden: Den kleinen und großen Meisterwerken der Künstler unter den Entwicklern.
Für die Redaktion, Kinkel
Videospiele sind für mich eine Kunstform, somit sind die Macher (Entwickler) auch Künstler.
Was viel interessanter ist, ist die Betrachtung der Spieler. Sind es Kunstliebhaber, oder einfach Nutzer, die nach aktiver Unterhaltung suchen?
Das wird toll!
Zu Nummer 1: Der Gedanke ist wirklich interessant – ich denke, das hat gute Chancen, das sich da in nächster Zukunft mal ein Beitrag darum dreht.
Auf die schnelle denke ich allerdings, dass man zwischen Singleplayer-Spielern und Multiplayer-Spielern stark unterscheiden muss.
Danke jedenfalls für die ersten Comments!